Aktuelles

Der Vorstand der Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung hat am 07.03.2021 der Redaktion von dem ARD-Magazin ttt auf dessen Interview-Anfrage mitgeteilt:

Besten Dank für Ihre Interview-Anfrage. Wir bitten Sie um Verständnis, dass der Stiftungsvorstand derzeit nicht für Interviews zur Verfügung steht. Ergänzend zu unserer Nachricht vom 26.02.2020 teilen wir Ihnen mit:

Rückschau:

Der Vorstand der Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung hat sich jahrelang mit Forschungen zur Provenienz der Violine aus dem Besitz von Sophie Hagemann beschäftigt, das Instrument proaktiv bei Lost Art eingestellt und schließlich mit großem Aufwand die Erben von Felix Hildesheimer ausfindig machen können. Sie hat sich dann als erste deutsche private Stiftung an die „Beratende Kommission“ gewandt, obwohl sich die Kommission bis zu diesem Zeitpunkt noch nie mit Objekten befasst hatte, die sich in privatem Besitz befinden.
Allein aus diesen Bemühungen ist zu entnehmen, dass der Vorstand der Stiftung erkannt hat, dass mit dem Besitz der Violine eine moralische Verpflichtung verbunden ist, derer sich die Stiftung proaktiv annahm.
Die Kommission honorierte die Bemühungen der Stiftung und empfahl, für die Violine von Joseph Guarnerius Filius Andrea eine Ausgleichszahlung in Höhe von 100.000 € an die Erben von Felix Hildesheimer zu leisten. Dabei würdigte die Kommission, dass die Stiftung das Instrument für einen Betrag von 50.000 Euro restaurieren lassen wollte, das Instrument hochbegabten jungen Geigern als Leihgabe zur Verfügung zu stellen und mit Konzerten in Speyer und einem geeigneten Programm an die Familie Hildesheimer erinnern wolle.
Der Vorstand der Stiftung beschloss bereits am 08.12.2016, einen Tag nach Bekanntgabe, der Empfehlung der Kommission zu folgen. Dieser Beschluss ist bis heute gültig.
Einer Ausgleichszahlung aus dem Vermögen der Stiftung stand allerdings von Anfang an das Stiftungsgesetz und die Stiftungssatzung entgegen. Deshalb hat sich der Stiftungsvorstand intensiv darum bemüht, den Betrag durch Zuschüsse öffentlicher Institutionen und Privatpersonen zu generieren, was jedoch leider nicht gelang. Die Ablehnungen öffentlicher Stellen wurden meist damit begründet, dass es keine rechtliche Verpflichtung für eine Zahlung gäbe. Hierüber wurden die Erben stets informiert und haben zuletzt 2019 die entsprechenden Schreiben der verschiedenen Behörden und Einrichtungen erhalten.

Aktuell:

Erst vor wenigen Wochen wurde im Kontext der vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzesänderung zur Vereinheitlichung des Weg eröffnet, der die Leistung der Ausgleichszahlung aus dem Stiftungsvermögen ermöglichen kann. Die Stiftung hat in diesem Zusammenhang zahlreiche Gespräche geführt und geht davon aus, noch in diesem Monat zu einer abschließenden Rechtssicherheit zu gelangen, um dann die Ausgleichszahlung leisten zu können. Es steht aktuell lediglich die Rückmeldung der zuständigen Finanzbehörde noch aus.
Der Vorstand der Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung hat sich am 03.03.2021 an die Erben gewandt und um Mitteilung gebeten, mit welcher Einrichtung / Vertretern sich die Stiftung bezüglich der Abwicklung der Ausgleichszahlung in Verbindung setzen sollen.

Der Vorstand der Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung hat am 26.02.2021 der Redaktion von dem ARD-Magazin ttt auf dessen Anfrage mitgeteilt:

Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir aufgrund der aktuellen Entwicklung Ihnen wie folgt antworten.

Bisher standen stiftungsrechtliche Probleme einer Ausgleichszahlung entgegen (siehe FAZ-Artikel vom 13.02.2021 „Die Geige des Anstoßes“ von Peter Rawert und Reiner Hüttemann).

Der Stiftungsvorstand hat in den vergangenen Wochen intensive Gespräche mit den zuständigen Behörden geführt, um mit der notwendigen Rechtssicherheit die Ausgleichszahlung vornehmen zu können. Aktuell steht noch eine Rückmeldung der zuständigen Finanzbehörde aus. Sobald diese vorliegt, wird sich die Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung mit der Erbengemeinschaft Hildesheimer in Verbindung setzen, um die Abwicklung der Ausgleichszahlung zu klären.

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand der Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung

Pressemitteilung der Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung vom 03.02.2021

Die Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung ist in den letzten Tagen unter starken medialen Druck geraten, da der Stiftung vorgeworfen wird, sie würde sich nicht mehr an die Empfehlung der Beratenden Kommission halten.
Hierzu erklärt der Stiftungsvorstand:

  • Die Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung steht weiterhin zu ihrem einstimmig gefassten Vorstandsbeschluss vom 08.12.2016, an der Empfehlung der Beratenden Kommission vom 07.12.2016 festzuhalten und eine Ausgleichszahlung in Höhe von 100.000 EUR vorzunehmen.
  • Bislang scheitert es am aktuellen Stiftungsgesetz, den Betrag aus dem eigenen Stiftungsvermögen zum Ausgleich zu bringen. Die Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung hat deshalb in jahrelangem Bemühen versucht, die Ausgleichssumme über weitere Institutionen sowohl öffentlicher, als auch privater Träger beizubringen. Dies gelang bislang nicht.
  • Die Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung nimmt zur Kenntnis, dass aufgrund des Beschlusses des Bundeskabinetts vom 03.02.2021 zum Entwurf der Vereinheitlichung des Stiftungsgesetz, um die freiwillige Rückgabe von Kulturgut zu erleichtern, auch die Möglichkeit geschaffen werden soll, die Ausgleichszahlung auch aus dem Stiftungsvermögen leisten zu können. Dies erweckt die Hoffnung, dass ein gütlicher und gesetzeskonformer Abschluss in dieser Sache erreicht werden kann.
  • Die Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung befindet sich in Gesprächen, um die juristischen Voraussetzungen zur Zahlung der Ausgleichssumme zu klären.

Pressemitteilung der Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung vom 03.02.2021 als PDF

Sonderpreis

Im Rahmen des diesjährigen Kammermusikwettbewerbs des Mozartvereins 1829 eV Nürnberg wurde der Sonderpreise der Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung in Höhe von 1.500.- € an ein Streichquartett der Hochschule für Musik Nürnberg mit den Mitwirkenden Moritz König, Violine; Waldemar Darscht, Violine; Veronika Schöttl, Viola und Michael Bosch, Violoncello vergeben. Das Quartett spielte im Preisträgerkonzert am 10. Februar 2019 den zweiten Satzen "ruhig und innig" aus dem 2. Streichquartett in F aus dem Jahr 1944.

Sonderpreis
 

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